GottschalkLive
Zuerst sollte hier auch eine Kritik zur gestrigen Premiere von GottschalkLive in der ARD stehen, aber dann habe ich mir die Sendung nochmals angeschaut und finde, das man diesen sprachlichen Erguss von Herrn Gottschalk einfach mal in Textform bringen müsste um die Gesamtheit seiner Aussagen überhaupt verstehen zu können.
Gute Unterhaltung wünschen die HARIBO Goldbären!
Opener GottschalkLive. Guten Abend meine Damen und Herren, endlich ist es so weit, für mich zumindest: Herzlich Willkommen zu Gottschalk Live. 35 Jahre haben Sie mich jetzt in ihr Wohnzimmer gelassen und jetzt ist es so weit, das ich Sie in mein Wohnzimmer lasse. Hätten Sie nicht gedacht, gell ? Ich dagegen hatte schon vor knapp 40 Jahren einen lichten Moment was ausgerechnet diesen 23. Januar betrifft. Schaun Sie mal: (Einspieler Gottschalk als Radiomoderator am 23.Januar 1971) „Hallo, Herzlich Willkommen, das ist ein Festtag heute. 23. Januar, ein Grund zum Feiern“ (zurück im Wohnzimmer) Ja, ein Grund zum Feiern. Und das ist nicht gefaked. Das war wirklich so, und alles was Sie hier sehen ist live. Ich verspreche Ihnen da ist kein Mensch, der irgendwann gecastet wurde und ich verspreche ihnen auch, das Sie hier bei mir sicher sind. Eine halbe Stunde „Happy Hour“, also halbe Happy Hour, und Sie kriegen gewisse Garantien bei mir: Zum Beispiel kommt das Wort „Rettungsschirm“ in meiner Sendung garantiert nicht vor, es gibt keinen Euro-Rettungsschirm bei mir. Es ist auch eine Wulff-Freie halbe Stunde. Alles das kann ich Ihnen versprechen. Auch wird zum Beispiel garantiert bei mir nicht gekocht. Auch das muss ja nicht sein. Aber es gibt natürlich eine Pflichten, die ich in der ARD auf mich genommen habe: Ich werde demnächst vernünftig gekleidet hier sitzen: Sehn Sie mal.. das ist schonmal ein Anfang. Aber gewisse Dinge verweigere ich auch ganz einfach: Zum Beispiel die offizielle ARD-Krawatte, die gibt’s tatsächlich. Also der Kollege Andreas Keckel hat die bereits getragen, Günther Jauch hat sie getragen, der macht ja alle Mode-Thorheiten mit.Und demnächst wird sie Tom Buhro tragen, das wurde also bereits hier auf der Modewoche als das sogenannte Buhro-Karo für den Herbst modisch empfohlen. Nicht mir mir. Ich hab natürlich auch andere Pflichten. Ich hab mir zum Beispiel überlegt: Was erwarten die Leute von mir an dieser Stelle ? Hollywood zum Beispiel. Die wissen ja, ich bin mit den Stars auf Du und Du und hab ich mir gedacht wir fangen mit einem richtigen Kracher an und hab mit Nicolas Cage gesprochen, der ist gerade in Berlin. Hier sehen Sie ein Foto, wie ich Ihn eingeladen habe. Das war gestern Abend. Und dann haben manche gesagt: „Menschenskinder, das ist doch wieder das Gleiche, dann sitzt Du wieder da mit Leuten, die Englisch reden, die übersetzt werden müssen, die nach 10 Minuten aufstehen weil sie zum Flieger wollen, die wollen nur Werbung für einen Film machen. Ghostrider 2 wärs übrigens gewesen. Und hier sehen Sie das Foto, wo ich Nicolas Cage wieder ausgeladen habe. So. Aber nachdem der Film am 23. Februar glaub ich kommt, haben wir noch genügend Zeit, der kommt dann ein ander mal, beziehungsweise wir machen ne schöne Schaltung. Also Alles was Sie interessiert ist in dieser Sendung drin. Wir werden heute natürlich selbstverständlich von Heidi und Seal reden. Und ich hab gedacht: „Keine Ausländer, nehmen wir meinen Freund Bully Herbig, der hat wunderbare Geschichten zu erzählen von seinem aktuellen Film mit Helmut Dietl. Also wie gesagt: Was Sie interessiert und was mich interessiert. Ich hoffe das ist manchmal das Gleiche. Nicht immer kann es das Gleiche sein, denn manchmal geht es nur um mich, aber wenn’s in der Zeitung steht, dann interessierts vielleicht auch Sie. (Hält „FreizeitRevue“ hoch) Hab ich gestern als ich in der Tankstelle war mit Entsetzen gelegen: Thomas Gottschalk: Schockierene Enthüllung- Sein Cousin lebt völlig verarmt in Polen. Um Gottes Willen hab ich gedacht. Oh Jochen. Jochen ist nämlich Zahnarzt in Leipzig. Das ist der einzige Kouseng, den ich hab. Hab ich mir gedacht: Na, die Zahnärzte klagen ja immer, und der Jochen der hat das in Leipzig nicht mehr gepackt und nu iss er in Polen und muss dort ne kleene Praxis machen und ist verarmt. Nein. Ich hab die Zeitung aufgeschlagen. das ist nicht Jochen, das ist Jan. Der arme Mann trägt schwer daran, das er immer mit mir verglichen wird, weil er mir so ähnlich sieht. Nu muss ich sagen: Ungeschminkt seh ich wirklich aus wie Jan, ABER die Geschichte ist ja eine andere. Der ist mit mir verwandt, er wäre mein Cousin hat ihm Tante Stefanie erzählt und die Stefanie ist leider inzwischen verstorben, hat aber kurz davor noch folgende Geschichte enthüllt: Mein Vater hatte einen Bruder namens Franz. Und dieser Franz war der Vati von Jan. Und sie werden lachen, mein Vater hatte tatsächlich einen Bruder, aber der hies Oswald, der Onkel Oswald. Und dann gab es noch die Tante Zilly und einen Franz gab es leider nicht.Also wenn Eltern schon einen Hans haben, dann taufen die kein zweites Kind Franz, weil zuhause immer der Falsche kommt wenn man ruft: Hans, Franz, wasauchimmer. Auf jeden Fall ist Jan leider nicht mein Cousin. Das ist für mich nicht einfach und auch für Jan nicht einfach: Wir müssen uns voneinander trennen – kaum haben wir uns getroffen. Andere Kollegen würden sofort sagen: Also gut, da müssen wir klagen, aber ich doch nicht – ich kann doch jetzt nicht den Jan verklagen. Wär ja noch ne Schlagzeile: „Gemein! Gottschalk verklagt armen Polen, weil der nicht sein Cousin ist !“ Machen wir nicht, aber ich kann ja mal hier die Rechtsabteilung fragen, vielleicht kann ich hier ja von der FreizeitRevue 1000 Euro für „Herz für Kinder“ wegen erfundenem Cousin. Aber hier: Das ist meine Redaktion übrigens. Und ich glaube das ist der Kollege von der Rechtsabteilung. Bist du von der Rechtsabteilung hier ?
Dies sind die ersten 5 ½ Minuten. Um keine Probleme mit der ARD-Rechtsabteilung zu bekommen höre ich hier auf und erkläre meine Transkription zu einem Textperiment und somit zur Kunstform !
Wenn man sich die Begrüssung so nochmals durchliest, lässt sich meiner Meinung nach sehr schnell erkennen, das hier leider versucht wurde zu viele Ideen in zu kurzer Zeit unterzubringen.
Thomas konzentriert sich überhaupt nicht auf das momentan Gesagte, sondern ist gedanklich schon oft mehrere Sätze weiter. Dies zeigte sich in der gesamten Sendung vor allem sehr deutlich darin, das angefangene Sätze oft mit unpassendem oder definitiv falschem Verb versehen wurden.
(Beispiel FreizeitRevue: „Hab ich gestern als ich in der Tankstelle war mit Entsetzen gelegen“
Da ich selbst einmal fast an einer Produktion auf diesem Sendeplatz beteiligt war (erinnert sich noch jemand an Biggi ?? Die Frauen konnten es leider doch nicht besser) halte ich mich erstmal mit Kritik zurück und warte interessiert die kommende Entwicklung der Sendung ab.
11. September 2001 bei RTL
Hier auch noch meine 911-Story:
Ich begann am 1.September 2001 als Volontär Schnitt im HIT (Haus der Information und Technik) – oder umgangssprachlich DAT RTL in der Aachener Str. 1036 in Köln.
Nach der Mittagspause fand in den Anfangstagen immer eine Schnitt-Schulung statt. Das waren damals meist noch lineare Schnittplätze (Player, Mischer, Schnittsteuerung, Rekorder usw.) Die News-Feed der Nachrichtenagenturen (Reuters/AP) kamen ebenso auf BetaSP !
Und so sassen wir am 11.9. auch in einem Schnitt – die Tür ging auf : „Kann sein, dass wir gleich den Platz brauchen, da ist ein Flugzeug in’s World Trade Center geflogen“
MEIN erster Kommentar dazu war dann: “Haben die da jetzt auch nen Flughafen drin ?!“ (Autsch – ja – aus heutiger Sicht böse, böse )
Und dann ging es eben los – Live drauf, man kennt es ja aus dem Fernsehen.
Berlin, Berlin
Das letzte Wochenende war vollgepackt mit einem Besuch bei den/der „Chausee der Enthusiasten“, Funkausstellung, Videocamp und einem fantastischen Ich+Ich Konzert im IFA-Sommergarten.
Passend zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan nächtigte ich günstig im ehemaligen Ramada-Hotel in Lichtenberg (jetzt Grand City Hotel Globus). Vom S-Bahnhof Lichtenberg aus sind es noch 9 Minuten Busfahrt. Hätte ich vorher gewusst, das dieser Bus auch direkt vom Ostbahnhof aus fährt (30 Minuten), hätte ich mir etliches an Reisetaschenschlepperei sparen können.
Mehr demnächst – auch noch Content zum Videocamp und IFA: aber jetzt müssen erstmal Gigabyteweise Videodaten an YT hochgeladen werden.
BUCH: Das montierte Bild – Digitales Compositing für Kino und TV
Ich wollte mich erst nur kurz zu dem Buch äussern, dann sind es aber knapp 50 Minuten durchblättern geworden
Film- und Videotechnikgrundlagen, Grundlagen Keying, Compositing, Ausgabe
Und wer es jetzt kaufen will: HIER geht’s direkt zu Amazon
Die Media-Analyse (MA): Jetzt mal ehrlich !!
Heute wurden die aktuellen „Quoten“ der Radiossender Deutschlands veröffentlicht. Diese werden von den Radio-Machern und Werbe-Treibenden sozusagen als Zuhörer-Währung zur Kalkulation der Spotpreise verwendet.
In Zeiten, in denen Journalisten in den Medien absolute Ehrlichkeit und Transparenz fordern, sollte sich aber jeder Hörfunker einmal an die eigene Nase fassen, WIE diese Zuhörerzahlen eigentlich entstehen !!
Hinter der Erhebung steht die Arbeitsgemeinschaft Media Analyse. Dies ist ein Zusammenschluss von öffentlich-rechlichen UND privaten Sendern und Werbe/Marketingagenturen. Hier hackt sozusagen keine Krähe der Anderen ein Auge aus – sondern der gemeinsame Werbekuchen soll durch gemeinsam ermittelte Hörerzahlen gerecht bewertet und verteilt werden.
Im Jahre 2011 könnte man sich vorstellen, dass es vielleicht ähnlich der Fernsehquotenmessung der GfK ein technisches Gerät gibt, das bei einer statistisch exakt ausgewählten Modell-Gruppe das Hör-Verhalten misst, protokolliert und übermittelt. Aber weit gefehlt !!
Es werden (wie seit Jahrzehnten immer noch) Telefon-Interviews durchgeführt. Von Mensch zu Mensch.
Nun werden Sie sagen: Ok, jeder Bürger ist irgendwie über Telefon erreichbar – also doch wieder representativ das Ganze. Neuer Fehler: Es werden NUR Festnetz-Anschlüsse berücksichtigt ! Nun brauch sich Niemand mehr über die schwindenden Hörerzahlen vor allem bei Jugendlichen wundern; diese besitzen eben meist nur noch ein Mobiltelefon.
Und falls doch eines dieser ADHS-Kinder am Festnetz erreicht wird: Diese Telefoninterviews dauern im Schnitt
24 Minuten !! Können Sie sich vorstellen, eine halbe Stunde über ihr Medienverhalten exakt Auskunft zu geben ??
Welche Sender würden Sie dem Interviewer zuerst nennen ? Diejenigen, die Sie zufällig per Radio-Suchlauf gefunden haben und nur als Megahertz-Ziffer (123.4) angezeigt bekommen ? Oder vielleicht diejenigen Sender, die ausgerechnet in den Zeiten, in denen die Befragungen für die Media-Analyse stattfinden, die komplette Republik mit grossformatigen Anzeigen zupflastern ????? (Printwerbung wirkt ! ROTFL)
Hier in Stuttgart stieg zufälligerweise genau die Hörerzahl derjenigen Antenne, die jede 2. Plakatwand mit ihrem Claim penetriert hat.
Und nun zum Schluss, liebe Verantwortlichen, sagt mir doch bitte: WARUM muss ich 20 mal am Tag einen Spot „Radiowerbung wirkt“ hören, wenn ihr doch alle eine so tolle Verbreitung und so grosse Zuhörerschaft habt !?!?
Auch wenn es alt und verbraucht klingt: Die Zahl der Zuhörer steigt auch mit der Qualität des Programms !! Doch danach fragt bei der MA natürlich niemand. Auch nicht, welche im Radio beworbenen Produkte wirklich gekauft wurden …. denkt mal drüber nach.
Evolution oder Niedergang ?
Sind eigentlich die „Deutsche Post“ und „Telekom“ bei der identischen Marketingagentur ? EPost und De-Mail seen at #CeBIT 2011
Videocamp 2011 in Essen
Ende Februar trafen sich (mal wieder) einige viele (Web)Videobegeisterte im Unperfekthaus in Essen zum Videocamp.
Wer noch nicht weiss, was ein Barcamp ist klickt: HIER und wie dann z.B. die Sessionplanung aussah hier:
Mehr Videos (auch Session-Ausschnitte) auf meinem Youtube-Kanal DerKnopfDe
Parallel zum Videocamp gab’s dann auch noch die Webvideotage mit der Verleihung des 1. Deutschen Webvideopreises.
Gedanken zum „Wetten Dass…?“ Unfall
Nach jetzt 24 Stunden ein kurzer Kommentar von mir zu dem Geschehenen/Gesehenen:
Ich war Samstag Abend 20:15 noch beim Einkaufen – und lies den Festplattenrekorder „Wetten Dass“ aufzeichen, um mir die Sendung später im TimeShift anzuschauen. Ebenso unterwegs nicht den Twitter-Feed verfolgt; so dass für mich der Unfall ebenso wie die Live-Zuschauer völlig überraschend kam.
Auf einem SPON-Artikel meinte ein Kommentierender heute, „die Regie hätte gut spontan reagiert und sofort nur noch das Publikum gezeigt“.
Ich als langjähriger Bildmischer und mehreren tausend Stunden TV-Regie-Erfahrung muss dieser Aussage jedoch widersprechen. Die Zeit, die vom Unfall bis zur ersten erneuten Zuschaueransprache von Thomas Gottschalk verging war definitiv zu lang !
In einer Live-Sendung können nun einmal unvorhergesehene Dinge passieren – einen Unfall wie diesen könnte man sicherlich als Super-Gau bezeichen, ABER :
Diese Sendung wurde von ca. 8 bis 10 Millionen Menschen gesehen. WD gilt bekanntermassen als generationenübergreifendes TV-Familienereignis. Minutenlange Totalen auf die entsetzten Gesichter des Publikums, vorbeirennende Sanitäter, und was ich persönlich am Erschreckendsten fand: die MIKROS von Michelle und Thomas offen zu lassen !!
So gingen nicht nur die Hilferufe „Ein Tuch, schnell ein Tuch“ .. sowie weitere verzweifelte Rufe direkt europaweit On-Air. Und schlimmer als die realen Bilder sind diejenigen, die dabei unwillkürlich im Kopf entstehen.
Nach endlos langsam verstrichenen 4 Minuten !! meldete sich dann endlich Herr Gottschalk zu Wort – und kündigte an, dass man nun das „Notband“ sendet und die Zuschauer auf dem Laufenden hält.
Natürlich ist die Unterbrechung einer Sendung und gerade „der“ Live-Sendung des dt. Fernsehens eine schwerwiegende Erwägung – ABER meiner Meinung nach hätte diese Entscheidung definitiv schneller gefällt werden müssen.
Vor allem, da es sich um eine Unterhaltungs- und nicht zB. Sport-Sendung handelt, bei der man durchaus auch Bilder von Verletzungen und Unfällen erwarten könnte.
Exmatrikulation und Semesterstart
Habe nun, ach! Medienwirtschaft,
Buchführung und Rechnungswesen,
Und leider auch Statistik!
Durchaus studiert, mit heissem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor.
Auch hab ich weder Gut noch Geld,
Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;
Es möcht kein Hund so länger leben!
Drum hab ich mich dem Informationsdesign ergeben,
Ob mir durch Auges Sicht und Rund
Nicht manch Geheimnis würde kund.
O tönet fort, ihr süssen Himmelslieder!
Die Träne quillt, die HdM hat mich wieder!
(Frei nach JWG)
Lerntageblog zu meinen Infodesign-Eindrücken unter http://derknopfdesign.wordpress.com/
Trari, Trara, die epost ist da !
Bis zur Unendlichkeit – und noch vieeel weiter …. sollte die Frustrationstoleranz sein, die man als normaler Post-Kunde aufbringen muss, bis man schliesslich bei dieser Verbindlich, Verlässlich und Vertraulich(en) (POST-WERBUNG) Art des elektronischen Briefverkehrs registriert ist.
Doch wer die Post kennt weiss: Registriert und Eingeloggt bedeutet noch lange nicht, dass man auch sofort Nachrichten verschicken oder empfangen kann !!! Das wäre schliesslich wirklich ZU einfach ..
Zunächst zu den RegistrierungsHürden, die einen erwarten: (Ich schreibe dies aus persönlicher Erinnerung – es kann natürlich sein, dass dies inzwischen vereinfacht ist): Registrierung auf der Webseite epost.de, Zuschicken und Eingabe einer Handy-PIN, nach 5 Tagen: Erhalt eines „persönlichen“ analogen Postbriefes (nicht Einschreiben!) mit einem 12stelligen Registrierungscode. Nachdem dieser auf der Seite eingegeben ist muss erneut Adresse und Handynummer angegeben werden. Und weil es beim ersten Mal ja so schön geklappt hat: Erneut eine Handy-PIN zur Eingabe. Danach darf man sich ein Blatt mit Post-Ident herunterladen und ausdrucken.
Die satirische Komponente des Anmeldeverfahrens erfährt ihren Höhepunkt, als ich in der Filiale das Post-Ident Blatt unterschreibe und der Post-Beamtin meine Unterschrift zu „schnuddelig“ ist – und ich nochmal erneut KLAR und DEUTLICH wie auf dem Personalausweis (auf dem ja ebenso mein Bild zu sehen ist! Hallo – Ich bins !) erneut unterschreiben muss.
Bei den bisherigen Dopplungen könnte dies vielleicht auch eine geheime, interne Dienstanweisung sein, frei nach dem Motto: „Doppelte Unterschrift – hält besser!“ Nachdem Sie mit der Signatur zufrieden ist, wird nun noch versucht, mir ein Post-GiroKonto aufzudrängen. Keine Chance! Gleich seh ich nichtmehr Gelb, sondern ROT!
Nach 4 Stunden erhielt ich eine SMS mit „Sie sind jetzt für Epost freigeschalten“. An den Rechner und Anmelden bei epost.de. Es funktioniert. Ich bin drin ! Früher freute ich mich über Briefe und nun ruft schon die alleinige Anzeige des Posteingangs einen Endorphinschub hervor. Das ist digitaler Naivismus pur !
Doch zurück zur harten und teilweise recht unsinnigen Realität:
Die Post unterscheidet zwischen 2 Diensten: Epost-Brief (epost.de, ab 55cent) und kostenloser eMail (dp-mail.de/Fax) !
Dabei muss zwischen beiden Diensten „umgeschaltet“ werden.. d.h. man hat 2 identische Ordner-Strukturen für Eingang/Ausgang/Gesendet/Gelöscht usw.

OBEN Eposteingang UNTEN Emaileingang
Für EPost und EMail/FAX stehen jeweils (nur) 100 MB Speicherplatz zur Verfügung. Interessant auch: Anhänge an ePost-PostBrief Klassisch (Ausdruck und Zustellung an eine Brief-Adresse) können nur PDF-Dateien (bis 90 Seiten) sein. Welche Dienste und Kosten bei ePost entstehen will ich hier nicht weiter erläutern – dazu kann man sich ausreichend auf der ePostSeite informieren.
Zur eMail-Funktion (die als kostenlos angepriesen wird) jedoch noch einige Anmerkungen:
1. Zum Senden und Empfangen von eMail über das Portal MUSS ein EXTERNER Pop3 Ordner bei einem anderen Anbieter bestehen und dieser mit allen Daten (z.B. pop3.web.de/AnmeldeName/Passwort) in den eigenen Kontoeinstellungen auf der ePost-Seite gespeichert werden ! Ohne diese Angaben lässt sich aus dem Portal keine Mail verschicken !
Die Einrichung dieser POP3 war mir gestern nicht möglich (nur Fehlermeldungen), funktionierte jedoch heute in den Morgenstunden.
2.Die Adresse für Mails lautet dann Vorname.Nachname@dp-mail.de
3. Im GESENDET-Ordner taucht in der Übersicht nicht der Empfänger, sondern der Absender auf (BUG)
4. Einziger Vorteil: Gesendete dp-mails enthalten keine lästigen angehängten Werbe-Zeilen (noch nicht ?!)
FAZIT: EINFACH IST ANDERS ! Und SO macht dieser Dienst auch keinen Spass ! Ich persönlich finde es ja durchaus interessant und lustig per Trial and Error (oder wie ich es nenne: „Jugend Forscht“) herauszufinden, was womit zusammenhängt und wo sich Fehler im System befinden – ABER für den Otto-Normalverbraucher ist DIES definitiv zu kompliziert und Anwendungsunfreudlich !!
Von der Registrierungsprozedur einmal abgesehen: Man führt einen Dienst (Marke) EPOST ein – normale Mails davon werden mit DP-MAIL.DE verschickt. Mach Sie das mal einem normalen Menschen klar !! Der glaubt doch, man hätte nicht mehr alle Zacken an der Krone bzw. Briefmarke.
Der Versand einer normalen Mail an meine @epost.de Adresse endete übrigens im Nirvana !!!
Keine Fehlerrückmeldung, kein: Dieser Dienst ist nur von epost zu epost möglich: NIX ! Ich möchte nicht wissen, wieviel Mails so in den kommenden Wochen und Monaten durch Unwissenheit und Unverständlichkeit dieses Systems verloren gehen.
Aber wer in neue Dimensionen aufbricht muss sich nicht wundern, wenn seine Post in Schwarzen Löchern verschwindet.
Apro pos: Man kann sich für das „Öffentliche epost Verzeichnis“ freischalten – muss es aber nicht.
Alle Angaben hier Stand 27.07.





