Der-Knopf Blog

darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren

Trari, Trara, die epost ist da !

Bis zur Unendlichkeit – und noch vieeel weiter …. sollte die Frustrationstoleranz sein, die man als normaler Post-Kunde aufbringen muss, bis man schliesslich bei dieser Verbindlich, Verlässlich und Vertraulich(en) (POST-WERBUNG) Art des elektronischen Briefverkehrs registriert ist.

Doch wer die Post kennt weiss: Registriert und Eingeloggt bedeutet noch lange nicht, dass man auch sofort Nachrichten verschicken oder empfangen kann !!! Das wäre schliesslich wirklich ZU einfach ..

Zunächst zu den RegistrierungsHürden, die einen erwarten: (Ich schreibe dies aus persönlicher Erinnerung – es kann natürlich sein, dass dies inzwischen vereinfacht ist): Registrierung auf der Webseite epost.de, Zuschicken und Eingabe einer Handy-PIN, nach 5 Tagen: Erhalt eines “persönlichen” analogen Postbriefes (nicht Einschreiben!) mit einem 12stelligen Registrierungscode. Nachdem dieser auf der Seite eingegeben ist muss erneut Adresse und Handynummer angegeben werden. Und weil es beim ersten Mal ja so schön geklappt hat: Erneut eine Handy-PIN zur Eingabe. Danach darf man sich ein Blatt mit Post-Ident herunterladen und ausdrucken.

Die satirische Komponente des Anmeldeverfahrens erfährt ihren Höhepunkt, als ich in der Filiale das Post-Ident Blatt unterschreibe und der Post-Beamtin meine Unterschrift zu “schnuddelig” ist – und ich nochmal erneut KLAR und DEUTLICH wie auf dem Personalausweis (auf dem ja ebenso mein Bild zu sehen ist! Hallo – Ich bins !) erneut unterschreiben muss.
Bei den bisherigen Dopplungen könnte dies vielleicht auch eine geheime, interne Dienstanweisung sein, frei nach dem Motto: “Doppelte Unterschrift – hält besser!” Nachdem Sie mit der Signatur zufrieden ist, wird nun noch versucht, mir ein Post-GiroKonto aufzudrängen. Keine Chance! Gleich seh ich nichtmehr Gelb, sondern ROT!

Nach 4 Stunden erhielt ich eine SMS mit “Sie sind jetzt für Epost freigeschalten”. An den Rechner und Anmelden bei epost.de. Es funktioniert. Ich bin drin ! Früher freute ich mich über Briefe und nun ruft schon die alleinige Anzeige des Posteingangs einen Endorphinschub hervor. Das ist digitaler Naivismus pur !

Doch zurück zur harten und teilweise recht unsinnigen Realität:

Die Post unterscheidet zwischen 2 Diensten: Epost-Brief (epost.de, ab 55cent) und kostenloser eMail (dp-mail.de/Fax) !
Dabei muss zwischen beiden Diensten “umgeschaltet” werden.. d.h. man hat 2 identische Ordner-Strukturen für Eingang/Ausgang/Gesendet/Gelöscht usw.

Epost-Eingang
OBEN Eposteingang UNTEN EmaileingangE-Mail-Eingang

Für EPost und EMail/FAX stehen jeweils (nur) 100 MB Speicherplatz zur Verfügung. Interessant auch: Anhänge an ePost-PostBrief Klassisch (Ausdruck und Zustellung an eine Brief-Adresse) können nur PDF-Dateien (bis 90 Seiten) sein. Welche Dienste und Kosten bei ePost entstehen will ich hier nicht weiter erläutern – dazu kann man sich ausreichend auf der ePostSeite informieren.

Zur eMail-Funktion (die als kostenlos angepriesen wird) jedoch noch einige Anmerkungen:

1. Zum Senden und Empfangen von eMail über das Portal MUSS ein EXTERNER Pop3 Ordner bei einem anderen Anbieter bestehen und dieser mit allen Daten (z.B. pop3.web.de/AnmeldeName/Passwort) in den eigenen Kontoeinstellungen auf der ePost-Seite gespeichert werden ! Ohne diese Angaben lässt sich aus dem Portal keine Mail verschicken !

Die Einrichung dieser POP3 war mir gestern nicht möglich (nur Fehlermeldungen), funktionierte jedoch heute in den Morgenstunden.

2.Die Adresse für Mails lautet dann Vorname.Nachname@dp-mail.de

3. Im GESENDET-Ordner taucht in der Übersicht nicht der Empfänger, sondern der Absender auf (BUG)

4. Einziger Vorteil: Gesendete dp-mails enthalten keine lästigen angehängten Werbe-Zeilen (noch nicht ?!)

FAZIT: EINFACH IST ANDERS ! Und SO macht dieser Dienst auch keinen Spass ! Ich persönlich finde es ja durchaus interessant und lustig per Trial and Error (oder wie ich es nenne: “Jugend Forscht”) herauszufinden, was womit zusammenhängt und wo sich Fehler im System befinden – ABER für den Otto-Normalverbraucher ist DIES definitiv zu kompliziert und Anwendungsunfreudlich !!

Von der Registrierungsprozedur einmal abgesehen: Man führt einen Dienst (Marke) EPOST ein – normale Mails davon werden mit DP-MAIL.DE verschickt. Mach Sie das mal einem normalen Menschen klar !! Der glaubt doch, man hätte nicht mehr alle Zacken an der Krone bzw. Briefmarke.

Der Versand einer normalen Mail an meine @epost.de Adresse endete übrigens im Nirvana !!!
Keine Fehlerrückmeldung, kein: Dieser Dienst ist nur von epost zu epost möglich: NIX ! Ich möchte nicht wissen, wieviel Mails so in den kommenden Wochen und Monaten durch Unwissenheit und Unverständlichkeit dieses Systems verloren gehen.

Aber wer in neue Dimensionen aufbricht muss sich nicht wundern, wenn seine Post in Schwarzen Löchern verschwindet.

Apro pos: Man kann sich für das “Öffentliche epost Verzeichnis” freischalten – muss es aber nicht.
Alle Angaben hier Stand 27.07.

27. Juli 2010 - Geschrieben von | Uncategorized

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